Titel: Der Schlangenberg. Aktuelles
Aktuelle Termine und Veranstaltungen rund um Schlangenberg-Essenzen.
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Er liegt weit im Südosten Österreichs, dort, wo das Klima schon mild mediterran ist und das Land von Hügeln bestimmt wird, die einstmals Vulkane waren. Seit Jahrhunderten wird hier Wein angebaut. Ein Landstrich, der für Industrieansiedlungen stets zu abgelegen war. Auch für den Massentourismus eignete sich der hier ansässige, etwas eigensinnige und zum Individualismus neigende Menschenschlag nicht. Und so gibt es hier reichlich, was anderswo schon zur kostbaren Seltenheit geriet: unberührte Natur. Auf der Spitze eines dieser erloschenen Vulkane liegt der Schlangenberg. Einstmals ein Rotweingarten ist er heute zu drei Viertel Wiese, auf der eine Vielzahl an Pflanzen gedeiht, deren Blüten zu den Schlangenberg Blütenessenzen verarbeitet werden.

Produktionsstätte ist ein kleines Bauernhaus, das bald 180 Jahre alt ist.

Seit den Neunziger Jahren befindet sich der Schlangenberg im Besitz der Familie Aliti. Angelika Aliti entwickelte genau wie ihre beiden Töchter Veda und Athena, eine große Liebe zur Natur, weniger jedoch den bäuerlichen Fleiß, der zur Bewirtschaftung eines solchen Anwesens eigentlich vonnöten ist. Während auf anderen Höfen die Wiesen regelmäßig gedüngt und je nach Wetterlage drei- bis viermal im Jahr gemäht wurden, um zum schlichten Dauergrün mit allenfalls zeitweiligem Gelb der Löwenzahnblüten zu verkümmern, ließen die fröhlich faulen Frauen ihre große Wiese ungemäht ausblühen und den großen Garten ebenfalls dekorativ verwildern. Dadurch entstand eine Pflanzenvielfalt mit einer unglaublichen Blütenpracht, wie sie kaum noch irgendwo zu finden ist und der auch die ebenfalls hier lebenden Ziegen und Schafe nicht Herr wurden.

Den Lauf der Jahreszeiten erkennen die Alitis an den Farbteppichen, mit denen das Land überzogen wird. Den Auftakt macht stets das zarte Gelb der Schlüsselblumen, gefolgt von zartem Blau und Violett des Lungenkraut, bis dann die Veilchen für einen Farbenrausch in tiefdunklem Violett sorgen. Wenn Löwenzahn mit seinem leuchtenden Sonnengelb nachrückt, ist es das letzte Mal, dass der Farbenteppich von einer einzigen Farbe dominiert wird. Zum Sommer hin ist dann alles an Farben vertreten, was die Natur nur hervorzubringen imstande ist. Das Ende der jährlichen Blütenpracht nähert sich, wenn der Wald mit nasenbetörendem Duft die Ankunft der Zyklame im Frühherbst ankündigt. Was wir degeneriert als Omas Alpenveilchen kennen, wächst in den Wäldern der Südoststeiermark zartlila zwischen Moos und Farn. Wenn der Winter langsam naht, halten sich ausgewilderte Gartenrosen stolz wie schöne Frauen um die Fünfzig.